Die ESM, Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co.KG, wird zur agritechnica 2007 in Hannover mit dem „CaneThumper®“ ein neuartiges Erntetechnikkonzept vorstellen, welches die Zuckerrohrernte rund um den Globus revolutionieren wird. Was vor gerade einmal 12 Monaten als die eher vage Anfrage eines Farmers aus Südafrika via Email in Ennepetal vorgetragen wurde, hat sich in atemberaubender Zeit zu einem der spannendsten und viel versprechendsten Projekte für die versierten Schneidtechnikspezialisten herauskristallisiert.
Trotz aller vorhandenen technischen Entwicklungen werden heute noch über 80% aller weltweit angebauten Zuckerrohrflächen in mühsamster Handarbeit geerntet, da der Einsatz schweren Gerätes in dem meist unwegsamen Gelände faktisch unmöglich ist. Herkömmliche Zuckerrohrvollernter, die nur auf absolut ebenen Flächen einzusetzen sind, erfordern erhebliche Anfangs- und Folgeinvestitionen bei gleichzeitig nur mittleren Ernteergebnissen, hohen Ernteverlusten sowie Flurschäden in Form von Bodenverdichtung und Beschädigungen der normalerweise bis zu zwölf Mal nachwachsenden Pflanzenstöcke. Alle bisherigen Versuche, kleinere, leichtere mechanische Erntehilfen zu konzipieren sind an der Nichtverfügbarkeit durabler bzw. generell funktionsfähiger Schneidtechniklösungen gescheitert.
Erst ein von ESM neu entwickeltes und grundlegend modifiziertes Doppelmesserschneidwerk, basierend auf der bewährten bidux Technoligie, hat zu einem geradezu phänomenalen Durchbruch geführt. Auf Basis ausgiebiger Feldversuchen unter härtesten Erntebedingungen in KwaZulu Natal (Südafrika) entstand, in enger Kooperation mit dem dort ansässigen Projektpartner, sowie der Firma agria MotorGartenGeräte in Deutschland, welche einen angepaßten Geräteträger zuliefert, der ESM „CaneThumper®“, der spätestens seit seiner Vorstellung auf dem internationalen Zuckerrohrweltkongreß (ISCCT) in Durban (SA) im Juli dieses Jahres weltweit für Furore sorgt.

Der CaneThumper® im harten Feldeinsatz (8-10 Std. am Tag – 9 Monate im Jahr )
Ernteleistung pro Tag 80-100 t Zuckerrohr pro Maschine.
Zwischenzeitlich konnte für Südafrika und umliegende Länder mit der Firmengruppe CSE/Northmec im Verbund mit New Holland SA ein potentieller Importeur und Vertriebspartner gewonnen werden, der zur Zeit damit beschäftigt ist, das erste Fertigungslos von rund 150 Einheiten vor Ort zu vermarkten. Parallel zu den ESM Aktivitäten im südlichen Afrika erfolgt im Moment der Aufbau weiterer Vertriebsorganisationen in den Kontinenten Südamerika, Indien und Südost Asien, so daß ab 2008 eine weltweite Abdeckung aller potentiell Zuckerrohr produzierenden Länder sichergestellt sein wird.

Bruce Anderson (Projekt Manager CSE/Northmec SA) bei der Übergabe die ersten Serienmaschinen
an den Mühlenkonzern ILLOFO in Sezela / Südafrika (August 2007)
Als ein weiteres Highlight auf dem ESM Stand (Halle 06 / Stand G08) ist die Projektstudie: „Leichtschlegeln in der Anwendung am Mähdrescher bei Hochschnittverfahren“ herauszuheben. In enger Kooperationspartnerschaft mit der Fachhochschule Düsseldorf und unterstützt durch eine Fördermaßnahme aus dem Projektplan PRO INNO III der Bundesregierung Deutschland wurde der Erfolg in Aussicht stellende Versuch unternommen, mittels einer maximal kompakten und möglichst wenig Energie konsumierenden Schlegelmulchkomponente zur Adaption am Schneidtisch eines Mähdreschers, den gesamten Strohhäckselprozeß außerhalb des Druschkörpers zu verlagern.
Von der Fachhochschule Düsseldorf entwickelte und im Rechenzentrum der RWTH Aachen installierte Simulationsprogramme erlauben diesbezüglich bisher einzigartige Massen-, Strömungs- und Leistungsbedarfsberechnungen, die vorher nur über mühsame Versuchs- und Irrtumsstudien im Feld gewonnen werden konnten. Dass von ESM auch weiterhin in der oszillierende Mähtechnik erhebliche Entwicklungspotentiale gesehen werden belegen die als Neuheit u. A. mit der Firma Kunzelmann entwickelten leichten Doppelmesser-Heckanbau-Mähwerke (optional seitenverschwenkbar), welche an alle gängigen Kleintraktoren mit Dreipunkt Heckaufnahme montiert werden können.
Aufgrund des geringen Eigengewichts, der großen Arbeitsbreiten des niedrigen Leistungsbedarfs und der Boden schonenden Verhaltensweise des ESM „bidux“ Doppelmesser Schneidwerks, können diese Geräte überall eingesetzt werden. Bevorzugt geschieht dies für Pflegemaßnahmen in ökologisch wichtigen Geländeverhältnissen z.B. Biotop, Naturschutzgebiete, Böschungen, Hanglagen Feuchtwiesen etc. Die umweltfreundliche Einsatzbereitschaft der Maschinen lassen es zu, enorme Einsparungen in Punkto Energieverbrauch zu realisieren. Ein Thema, das aktueller als heute kaum zuvor diskutiert wurde.
Ansprechpartner:
ESM, Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co.KG
Herr Hans Josef Ueberberg
Tel. 0 23 33 - 96 88 22
Fax 0 23 33 - 96 88 88
e-mail: ueberberg@esm-ept.de
Internet: www.esm-ept.de